Die erste Fairtrade Convention!

Die erste Fairtrade Convention!

Zum 30-jährigen Jubiläum hat sich Fairtrade Deutschland e.V. etwas ganz Besonderes für junge, am fairen Handel interessierte und engagierte Menschen überlegt – eine Fairtrade Convention, die sogenannte Faircon. Dafür kamen Teilnehmer*innen nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus Afrika und Lateinamerika nach Berlin, um gemeinsam neue Ideen zu den drei Challenges Climate, Impact und Utopia zu entwickeln.

Nach einem gemeinsamen Frühstück und kurzem Input zum Ablauf des ThinkFair-Modells, nach welchem die Projektidee aufgebaut wurde, wurden die Teilnehmer*innen in insgesamt neun Gruppen auf- und einem Mentor*in zugeteilt. Es war sehr interessant die Teammitglieder persönlich kennenzulernen und seinen Platz in der Gruppe zu finden. Gemeinsam wurde dann mit Hochdruck an der Entwicklung einer Projektidee gearbeitet, die nur durch eine kurze Mittagspause mit gemeinsamem Essen unterbrochen wurde.

Bis 17.00 Uhr musste nicht nur die Projektidee, inklusive grobem Business Plan und Roadmap stehen, sondern auch eine Power Point und zwei Teammitglieder bereit für einen Pitch auf der Bühne vor der Jury. Jede Gruppe stellte ihre Projektidee vor allen Teilnehmer*innen und den Juror*innen vor. Die Jury wählte dann drei Teams, die in der zweiten Runde vor Publikum nochmals die Chance hatten, ihre Idee zu verteidigen.

Eines der großen Highlights des Abends war der finale Pitch der drei zuvor gewählten Teams. Drei komplett unterschiedliche Ideen kämpften in einem sehr knappen „Rennen“ gegeneinander. Letztendlich entschied sich das Publikum für das Projekt „Fairchange“ der Impact Challenge.

Die Idee hinter „Fairchange“ ist es, die Auswirkungen von Fairtrade auf die Produzent*innen im globalen Süden für die Konsument*innen im globalen Norden sichtbar zu machen. Dafür soll ein Austauschprogramm zwischen jungen Menschen aus globalem Norden und Süden ins Leben gerufen werden. Somit haben beide Seiten die Möglichkeit einen „Blick“ in das Leben des anderen zu werfen, um zu begreifen, was Fairtrade wirklich bedeutet und wo es einen Unterschied macht. Die dabei gewonnenen Erfahrungen bedeuten einen großen Mehrwert für jeden Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft.
Das Team von „Fairchange“ ist sehr motiviert die Idee mit der Hilfe und Unterstützung von Fairtrade in einem Pilotprojekt zu realisieren.

Fotos © Fairtrade Deutschland / Tim Keweritsch

 

FairActivists on the road: Meeting with Fairtrade America in Washington D.C.

FairActivists on the road: Meeting with Fairtrade America in Washington D.C.

On a nice sunny day on the US east coast, one of the FairActivists had the chance to visit Fairtrade America. The office is right in downtown Washington D.C. and Darina spoke with Kate and Julia about their experiences with Fairtrade so far.

With their knowledge about sustainability and international development Kate Stritzinger, Director Marketing & External Relations, and Julia Barnes, Marketing Assistant are in charge of running the campaigns of Fairtrade throughout the whole country and on social media platforms. Last year, the success of the campaign „Choose Fairtrade. Choose The World You Want“[1] has been reflected not only in Americans‘ increased awareness of fair trade itself but also in Fairtrade as the brand.

“According to our 2021 Fairtrade Consumer Insights report conducted by GlobeScan,41% of respondents recognized the Fairtrade Mark in the US. This is a 46% increase from our study  just two years earlier. It is really motivating to see this kind of promising movement here in the states.”[2] – Kate Stritzinger, Director Marketing & External Relations

Through six different cities across the US, they created six murals  in collaboration with local artists on the sides of buildings where Fairtrade products are sold. The paintings highlight individual Fairtrade farmers. Next to the Fairtrade sign, you’ll find a QR code to scan and to read each individual story of the featured farmer. Currently, there are murals in Austin (Texas), Denver (Colorado), Los Angeles (California), Nashville (Tennessee), Minneapolis (Minnesota), Tacoma (Washington) to see. There will be three more created in October.

 

Johnny Gabriel Navas Aquim is a banana farmer from Ecuador. His mural was painted by Reggie LeFlore and it is located at Twin Cities Co-op Partners‘ Wedge Location in Minneapolis. Photo by: Andrés Pérez. For more info about Johnny and his work go to https://www.fairtradeamerica.org/choose-the-world-you-want/minneapolis/

 

 

In addition to well-known brands such as Starbucks, Ben & Jerrys, and Tony’s Chocolonely chocolate, local labels are signing up as Fairtrade brand partners, like Lily’s Sweets, Endangered Species Chocolate and Hu Kitchene. Right now, the focus is still on the increasing core products like cocoa, bananas and coffee in becoming Fairtrade because there are so many companies that could still get certified. In the future, however, other products will be added.

For 10 years now, Fairtrade America has been working to spread awareness of Fairtrade products in the United States and to help to get more brands on board for a world in which farmers get paid fairly. Since 2020, Peg Willingham has served as the Executive Director of Fairtrade America and with her, she brings a lot of expertise in advocacy work. Peg along with her small but efficient team (around 13 employees) at Fairtrade America is on the path for more Fairtrade certified products in all American supermarkets.  Her experience also provides new opportunities to raise the issue of fair trade, in general, higher on the agenda of US politicians. 

On their websites it says; “Fairtrade is the most recognized ethical label in the world“[3] and we as the FairActivists are happy to be part of this worldwide mission!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[1] https://www.fairtradeamerica.org/choose-the-world-you-want/ , https://www.prnewswire.com/news-releases/fairtrade-americas-second-annual-choose-fairtrade-choose-the-world-you-want-campaign-raises-awareness-of-fairtrades-positive-impacts-on-people-and-the-planet-301389246.html

[2] https://www.fairtradeamerica.org/app/uploads/2021/08/Fairtrade-America-Globescan-2021-Report.pdf

[3] https://www.fairtradeamerica.org/

Fairtrade auf dem 102. Katholik*innentag in Stuttgart

Fairtrade auf dem 102. Katholik*innentag in Stuttgart

Fairtrade Deutschland präsentierte sich mit einem bunten Stand vom 25. – 29. Mai auf dem 102. Katholik*innentag in Stuttgart im Bereich Globale Verantwortung. Nach zwei Jahren Pandemie und erzwungener Isolation war es für Teilnehmende und Besucher*innen eine große Freude, wieder direkten zwischenmenschlichen Austausch erleben zu dürfen und persönliche Gespräche führen zu können!

Faires Frühstück in Bayreuth

Faires Frühstück in Bayreuth

 

Warme Sonnenstrahlen fallen durchs Fenster, es riecht nach Kaffee und süßem Honig. Klar, das faire Frühstück findet statt! Pünktlich zum Start der Frühstückskampagne von Fairtrade Deutschland haben wir Bayreuther FairActivists Benjamin, Caro und Anja gemeinsam mit Jen und Leah vom Green Campus der Uni Bayreuth am 14.05. ein faires Frühstück veranstaltet.

Mit fairen Bananen, Säften und Aufstrichen sind wir gut gestärkt in den Samstag gestartet. Außerdem konnten wir Interessierte über den fairen Handel informieren und Denkanstöße geben. Einige waren erstaunt über die große Vielfalt, die es an klassischen Frühstücksprodukten bereits „in fair“ gibt: von Schokoaufstrichen über Schokoreiswaffeln, Orangensaft und Bananen bis hin zu Müsli.

 

 

 

Vielen Dank an das Bayreuther Foodsharing-Team für die leckeren Backwaren und an das Transitionhaus für die tolle Location!

Mehr zur Kampagne „Faires Frühstück“ findet ihr hier: https://www.fairtrade-deutschland.de/aktiv-werden/faires-fruehstueck-2022

 

 

 

 

 

 

 

 

Auswirkungen des Ukraine-Russland-Konflikts auf Kenia

Auswirkungen des Ukraine-Russland-Konflikts auf Kenia

Ihr kennt das Land schon aus unserer Flower-Power Kampagne, denn von dort stammt ein Großteil der Fairtrade Rosen. Doch inwiefern steht der aktuelle Konflikt zwischen Russland und der Ukraine mit dem Land und seinen Einwohner*innen in Verbindung? Kenia importiert ca. 80 % des Weizens, davon etwa 40 % aus Russland und der Ukraine.

Kenia ist also stark von den Weizenlieferungen aus den beiden Ländern abhängig. Eine Folge: Preissteigerungen. Der Brotpreis ist schon jetzt teilweise über 10 % gestiegen – das trifft vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen, die sich dadurch weniger Nahrungsmittel leisten können.

 

FairActivistin Klara war im März in Kenia und berichtet: „Weizenmehl ist auch eine wichtige Zutat für das in Kenia beliebte Fladenbrot Chapati, das es auf den Straßen Nairobis an vielen Ecken zu kaufen gibt. Hinzu kommt, dass seit 2019 als Folge des Klimawandels drei Regenzeiten ausgeblieben sind. Auch dieses Jahr hat der Regen erst verspätet eingesetzt. Die Böden waren ohnehin schon sehr trocken, sodass die Ernte geringer ausfallen könnte.“ Umso wichtiger ist es demnach, dass faire Löhne gezahlt werden. Das kann helfen, die Lebensmittelversorgung trotz steigender Preise zu sichern. Dafür setzt sich Fairtrade ein – in Kenia und weltweit.

 

Hinweis: Kenia wurde in diesem Post als Beispielland ausgewählt. Die Situation ist jedoch in vielen Ländern des globalen Südens ähnlich.