Die Fairtrade-Welt auf der BioFach

Die Fairtrade-Welt auf der BioFach

Letze Woche waren wir auf der Biofach in Nürnberg, der weltweit größten Fachmesse für Bio-Produkte. Sie findet normalerweise jedes Jahr im Februar statt, wurde wegen der Pandemie jedoch in den Sommer verschoben. Für uns und unsere Fairtrade-Kolleg*innen aus dem globalen Süden war es eine lang ersehnte Möglichkeit, wieder zu reisen und mit unseren Geschäftspartner*innen direkt in Kontakt zu kommen. Für ein paar unserer Kolleg*innen z.B. aus Afrika war es sogar die erste Reise nach Europa.

 

Es war toll, dass wir als Fairtrade-Team aus so vielen Ländern zusammen vor Ort sein konnten. So konnten wir genau das tun, wofür Fairtrade steht: Die Lebens und Arbeitsbedingungen der Kleinbäuer*innen und Arbeiter *innen aus dem globalen Süden den Handels- und Herstellerunternehmen im globalen Norden sichtbar machen und zeigen, wie wichtig fairer Handel ist!

Es ist außerdem immer wieder toll, auf Veranstaltungen wie der Biofach Produkte mit dem Fairtrade-Siegel zu sehen. Viele Unternehmen sind sich ihrer globalen Lieferketten und der Realitäten in den Ursprungsländern bewusst und können stolz darauf sein, mit der Bio- und Fairtrade-Zertifizierung einen Impact in den Anbauländern zu erzielen!

Honig – Biofach 2022

Honig – Biofach 2022

Honig – der kommt doch vom Imker nebenan, oder? Jein, denn 80 Prozent des Honigs, der in Deutschland verbraucht wird, wird importiert. Laut Landwirtschaftsministerium lag der Verbrauch 2021 bei 68.800 Tonnen – Fairtrade-Honig bei gerade 1.321 Tonnen. Da ist viel Luft nach oben. Bei der Biofach in Nürnberg warben deshalb Fairtrade-Honig-Produzent*innen< aus Lateinamerika für ihr Naturprodukt.

Über 4.300 Imker*innen aus 27 Kooperativen in Mexiko, Guatemala, Nicaragua, Brasilien, Uruguay und Chile halten Bienen. In rund 304.000 Bienenstöcken produzieren die Bienen über 10.000 Tonnen Honig. „Die Art, wie wir unsere Bienen halten entspricht unserer Tradition, unsere Arbeit passiert im Einklang mit der Natur. Unser Honig ist nicht nur biologisch und fair, sondern verbindet die Menschen, die den Honig essen auch mit uns, unseren Wurzeln und unserer Herkunft“, so Imker Alonso Méndez Guzmán aus Mexiko. Doch noch wird weniger als die Hälfte des Honigs wird bislang als Fairtrade-Honig verkauft. Miguel Angel Munguia, Mexico, Präsident des lateinamerikanischen Honig-Netzwerks betont deshalb: „Wer hier in Deutschland nicht beim Imker vor Ort kauft, sollte fairen Honig kaufen. Wir produzieren ein authentisches hochqualitatives Produkt im Einklang mit den natürlichen Gegebenheiten vor Ort. Die Imkerei schützt die Biodiversität vor Ort und deshalb sollte der Anteil an Fairtrade-Honig am Importhonig noch deutlich steigen.“