Wenn Théodore Koffi Kouakou seinen Tag beginnt, schlafen viele im Dorf noch. „Früh am Morgen stehe ich auf, wasche mich, nehme meine Machete und gehe auf mein Feld, um zu arbeiten“, erzählt er.
Kakaobauer Théodore Koffi Kouakou
Seit 19 Jahren ist Théodore Mitglied der Kooperative ECOJAD in der Region um Daloa in Côte d‘Ivoire. Dort lebt er mit seiner Familie: mit seiner Frau Agnes und seinen drei Kindern – Yoann, Ezechiel und Naomie. Sein Alltag ist geprägt von Verantwortung, für seinen Kakao und für seine Familie.
Vom Kakaobaum bis zum Verkauf: Arbeit in der Erntezeit
Sein Feld ist 4,63 Hektar groß – groß genug, dass die Arbeit nie ausgeht. Welche Aufgaben anstehen, hängt von der Saison ab. In Côte d‘Ivoire gibt es zwei Erntezeiten: die große Ernte von etwa Oktober bis März und eine kleinere von April bis Juni. Besonders in diesen Phasen ist die Arbeit intensiv: Kakaoschoten werden geerntet, geöffnet, die Bohnen fermentiert und anschließend getrocknet. Jeder dieser Schritte erfordert Zeit, Erfahrung und viel Handarbeit.
Wie die Kooperative Théodores Leben prägt
Die Kooperative spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie organisiert den Verkauf und unterstützt die Produzent*innen bei der Arbeit. „Es hat viele Vorteile, Mitglied der Kooperative zu sein, zum Beispiel den Zugang zu Prämien, Krediten und Düngemitteln, die man ohne Mitgliedschaft nicht erhalten würde“, sagt Théodore.
Dank dieser Unterstützung konnte er sich und seiner Familie ein Leben aufbauen, „Sogar dieses Haus hier – es ist dank ECOJAD entstanden.“
Herausforderung für Kommissionsverkauf
Die größte Herausforderung für Théodore ist das Vermarktungssystem. Üblich im Kakaoanbau in Westafrika ist der Verkauf auf Kommission. Dabei geben die Produzent*innen ihren Kakao zunächst bei der Kooperative ab, die ihn gesammelt weiterverkauft. Die Auszahlung erfolgt erst nach dem Weiterverkauf – und kann sich dadurch verzögern. Auch wenn Théodore sich hier eine Änderung wünscht – sich über seine Kooperative ärgern ist ihm fremd. „Die Kooperative ermöglicht mir dieses Leben“, sagt er.
Théodore Koffi Kouakou und seine Familie
Am Ende des Tages, wenn die Arbeit geschafft ist, verbringt Théodore Zeit mit seinen Kindern, seiner Frau und seinen Brüdern. Gemeinsame Mahlzeiten sind für ihn ein wichtiger Moment. Am liebsten isst er Yam-Foutou mit Djoumblé- oder Palmnusssauce. Ein besonderer Treffpunkt ist sein Zuhause: „Die Dorfbewohner kommen zu mir, um in meinem Hof fernzusehen. Das macht mich sehr stolz und bestärkt mich in meiner Arbeit mit ECOJAD“, erzählt er.
Und wenn Musik läuft, dann „Otobé Otobé“ von Adeba Konan. „Die Botschaft des Liedes ist, dass jeder Mensch seine eigene Chance im Leben hat.“ Für Théodore ist Kakao mehr als ein Rohstoff. Er ist die Grundlage für das Leben seiner Familie.
Über die Kooperative ECOJAD gelangen Théodores Kakaobohnen unter anderem zu Tony’s Chocolonely – und werden so auch für uns in Deutschland verfügbar.
