LändleLiebe – So schmeckt Zukunft!

Bundestreffen der KLJB in Hausach

„LändleLiebe – So schmeckt Zukunft“ – unter diesem Motto feierten vom 04. bis 07. August rund 1.000 junge Menschen das 75-jährige Jubiläum der katholischen Landjugendbewegung (KLJB), einer unserer engagierten Mitgliedsorganisation. An den vier Tagen des Bundestreffen nahmen außerdem internationale Gäste z.B. aus Belgien, Frankreich, England und Georgien des internationalen Dachverbands der Landjugend MIRJAC teil. In über 40 verschiedenen Workshops und Exkursionen in der Umgebung konnten sich die jungen Teilnehmenden über Praktiken und Projekte, Ideen und Visionen eines nachhaltigen, globalen Ernährungssystems diskutieren. Fairtrade Deutschland war auf dem Bundestreffen mit einem Workshop und einem Info-Stand auf dem Markt der Möglichkeiten.

Wir reisten am Freitag-Abend an und konnten so noch einen Blick auf das große Veranstaltungsgelände der KLJB werfen. Zwischen Live-Act und DJ gab es einige Grußworte und auch wir hatten die Möglichkeit, der KLJB zum Jubiläum zu gratulieren und dem Bundesvorstand individualisierte bestickte KLJB Sportsocken zu überreichen. Die Socken waren der Hit und kamen gut an! Im Anschluss wurde im Festzelt in ausgelassener Stimmung bis spät in die Nacht gefeiert.

Auf dem Markt der Möglichkeiten am Samstag im Schulzentrum von Hausach waren wir zunächst von 10 bis 13 Uhr mit unserem Stand auf dem Markt der Möglichkeiten vertreten, auf dem verschiedene Initiativen und Organisationen – darunter auch weitere Mitglieder von Fairtrade Deutschland wie die CIR und die KLB – nicht nur die Teilnehmenden der KLJB sondern auch Hausacher Bürgerinnen und Bürger informierten und zum gemeinsamen Austausch einluden.

Am Nachmittag führten wir einen Workshop durch zu dem Thema „Mehr als Fair. Die Wirkung von Fairtrade in den Produzentenländern in Zeiten globaler Krisen“. Da das KLJB Bundestreffen auch internationale Gäste willkommen hieß, nahmen an unserem Workshop zwei internationale Gäste aus Togo und Belgien teil, durch die der Austausch mit internationalen  Perspektiven bereichert wurde. Nach einem Input zum Fairtrade-System unsererseits hatten die jungen Erwachsenen die Möglichkeit, sich darüber Gedanken zu machen, wie der faire Handel in der KLJB oder spezifisch in ihrer Ortsgruppe verankert werden kann und welche Möglichkeiten für sie in diesem Zusammenhang in Frage kämen. Die Teilnehmer*innen sollten dadurch vom Wissen zum Handeln gelangen und Selbstwirksamkeit in ihren jeweiligen Gruppen erfahren. Die jungen Erwachsenen stellten uns nach nur 20 Minuten Gruppenarbeit eine Vielzahl an einfallsreichen Ideen vor, die lebhaft diskutiert wurden. Nach der Präsentation entspann sich ein spannender Austausch über die Bedeutung und Sichtbarkeit von fairen Handel im ländlichen Raum. Für uns war es besonders interessant einen Perspektivwechsel zu erfahren und sich außerhalb der städtischen Infrastruktur zu bewegen. So erhielten wir beispielsweise aufschlussreiche Einblicke in die Wahrnehmung der jungen Erwachsenen im Hinblick auf die Reputation von Fairtrade im ländlichen vs. dem städtischem Raum. Dieser Austausch war sehr hilfreich für eine noch besser abgestimmte zielgruppenspezifische Kommunikation mit den Mitgliedsorganisationen. Zum Ende des Workshops gaben uns die jungen KJBLer*innen ebenfalls positives Feedback zu unserem Workshopangebot und freuten sich über das leckere Dankeschön der „guten Schokolade“ mit einer feierlichen Danke-Banderole zum 75 jährigem Bestehen der KLJB.

Insgesamt wurde die das Bundestreffen 2022 von unzähligen Freiwilligen aus dem Verband und insbesondere den Mitgliedern des Diözesanverbands Freiburg getragen, die durch ihre Vorbereitung und Organisation eine tolle Atmosphäre für die jungen KLJBler*innen schufen und die Vernetzung deutschlandweit- aber auch international voranbrachten. Die Verbindung und Verbundenheit innerhalb des Verbands hat uns sehr beeindruckt! Auch wir sind froh darüber, Fairtrade Deutschland und Themen zu fairem Handel, Klimagerechtigkeit und Menschenrechten im diesen Zusammenhang präsentiert haben zu dürfen.